Nebenkostenabrechnung prüfen: So erkennst du Fehler
Nebenkostenabrechnungen enthalten in der Schweiz häufig Fehler. Erfahre, welche Kosten zulässig sind, wie du deine Abrechnung prüfst und wann sich ein Einspruch lohnt.

Nebenkostenabrechnung prüfen: So erkennst du Fehler
Einmal im Jahr kommt sie – und sorgt oft für Stirnrunzeln: die Nebenkostenabrechnung.
Viele Mieter zahlen sie stillschweigend, obwohl Fehler, falsche Verteilungen oder unzulässige Kosten keine Seltenheit sind.
In diesem Beitrag erfährst du, wie du deine Nebenkostenabrechnung in der Schweiz richtig prüfst, worauf du achten musst und wann du Einspruch erheben kannst.
Was sind Nebenkosten überhaupt?
Nebenkosten (auch Betriebskosten genannt) sind zusätzliche Kosten, die neben dem Nettomietzins anfallen – aber nur, wenn sie im Mietvertrag klar und ausdrücklich vereinbart sind.
Im Schweizer Mietrecht gilt: Nicht vereinbart = nicht zahlbar.
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Typische zulässige Nebenkosten
Zu den häufig erlaubten Nebenkosten zählen unter anderem:
- Heiz- und Warmwasserkosten
- Allgemeinstrom (z. B. Treppenhaus, Lift)
- Wasser- und Abwasserkosten
- Hauswartung (nicht Verwaltungskosten)
- Kehricht- und Abwassergebühren
⚠️ Wichtig:
Verwaltungskosten sind keine Nebenkosten.
Diese Kosten dürfen nicht verrechnet werden
Häufig finden sich unzulässige Positionen wie:
- Reparaturen und Instandhaltung
- Verwaltungskosten
- Erneuerungen (z. B. neue Heizung, neue Fenster)
- Kosten ohne vertragliche Grundlage
Merke:
Solche Kosten sind nicht umlagefähig und dürfen dir nicht belastet werden.
Schritt für Schritt: So prüfst du deine Nebenkostenabrechnung
1. Mietvertrag prüfen
- Sind die Nebenkosten pauschal oder akonto geregelt?
- Welche Kostenpositionen sind ausdrücklich aufgeführt?
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2. Abrechnung nachvollziehen
- Sind alle Kostenpositionen verständlich erklärt?
- Stimmt der Abrechnungszeitraum?
- Sind die Beträge im Vergleich zum Vorjahr plausibel?
Plötzliche starke Anstiege sind ein Warnsignal.
3. Verteilschlüssel kontrollieren
Nebenkosten müssen korrekt verteilt werden, zum Beispiel nach:
- Wohnfläche
- Anzahl Personen
- effektivem Verbrauch (Heizung, Wasser)
❗ Ein falscher Verteilschlüssel macht die Abrechnung anfechtbar.
4. Belege verlangen – dein gutes Recht
Du hast das Recht:
- Einsicht in alle Rechnungen zu verlangen
- Belege vor Ort oder digital einzusehen
Eine Hausverwaltung darf diese Einsicht nicht verweigern.
Häufige Fehler bei Nebenkostenabrechnungen
Besonders oft treten auf:
- doppelt verrechnete Positionen
- pauschale Schätzungen ohne Grundlage
- falsche Heizkostenverteilung
- Kosten für leerstehende Wohnungen
- verspätete Abrechnungen
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Bis wann muss die Abrechnung erfolgen?
Die Nebenkostenabrechnung muss:
- zeitnah nach Ende der Abrechnungsperiode erfolgen
- in der Praxis meist innerhalb von 6–12 Monaten
Erfolgt sie deutlich verspätet, kann sie unter Umständen angefochten werden.
Was tun bei Fehlern?
1. Schriftlich Einspruch erheben
Sachlich bleiben und die strittigen Punkte klar benennen.
2. Zahlung unter Vorbehalt leisten
So sicherst du deine Rechte, ohne in Zahlungsverzug zu geraten.
3. Schlichtungsbehörde einschalten
Die kantonale Schlichtungsbehörde ist:
- kostenlos
- zuständig
- oft sehr effektiv
Warum Transparenz entscheidend ist
Viele Probleme mit Nebenkosten:
- betreffen dieselben Verwaltungen
- wiederholen sich systematisch
- fallen erst über mehrere Jahre auf
Auf Trovivo kannst du:
- Erfahrungen zu Nebenkostenabrechnungen lesen
- Verwaltungen vergleichen
- problematische Muster erkennen
👉 Zur Plattform:
https://www.trovivo.immo
Transparenz schafft Fairness – und spart Geld.
Fazit
Nebenkostenabrechnungen sind keine Vertrauenssache, sondern eine Frage von Vertrag, Zahlen und Verteilung.
Wer genau hinschaut, entdeckt oft Fehler – und spart bares Geld.
Und wer seine Erfahrungen teilt, hilft mit, den Mietmarkt für alle transparenter zu machen.

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